Am Montag hieß es früh aufstehen, denn um 8:00h war Frühstücken angesagt. Nach der Begrüßung durch den Oberst folgte eine Andacht mit Pfarrer Eckehard Biermann, musikalisch unterstützt durch das Blasorchester Nordborchen. Nachdem alle gestärkt waren, marschierte das Bataillon zum Ehrenmal am Schießstand um der Toten zu gedenken.
Zurück auf dem Schützenplatz begann das Königsschießen. Zuerst mussten die Ehrengäste ihre Schüsse abgeben, bevor die Schützinnen und die Schützen zu den Pflichtschüssen kamen. Relativ lange tat sich nichts bis wenig, bis sich dann doch noch eine Gruppe bildete, die aktiv zu schießen begann.

Mit dem 88. Schuss war die Krone nicht mehr auf dem Haupt des Jubiläumsadlers. Sascha Melzer war der stolze Schütze. Seine Lebensgefährtin Henrike König begleitet ihn auf dem Thron. Etwas später, mit dem 117. Schuss, verlor der Adler den Apfel. Der glückliche Schütze war Stefan Friedrichs, Zepterprinzessin ist seine Frau Sabrina. Nach drei weiteren Schuss hatte Marcus Herbst, Bruder der Apfelprinzessin, das Zepter aus der Kralle des Greifvogels befreit. Mit ihm auf dem Thron ist seine Frau Melanie. Und dann, mit dem 125. Schuss, fiel der Adler in seine Halteschlaufe (letztes Jahr ist er leider abgestürzt, dieses Jahr hielt die Kette stand). Torsten Pollmann hat dem Adler flott den Garaus gemacht. Er hat ja schon Übung, vor zwei Jahren Bierkönig und vor 25 Jahren war er bereits Kinderschützenkönig. Quasi als Jubiläumskönig im Jubiläumsjahr hat er sich Lebensgefährtin Johanna König zur Königin auserwählt. Somit ist der Name König im neuen Thronjahr ein wenig Programm. Der Schießstand wurde verändert, jetzt stand im Kugelfang ein volles Bierglas.

Einen Schuss brauchte Achim Noll um das Glas zu zertrümmern und ist mit seiner Frau Kirsten nun das Bierkönigspaar.
Der Thronoffizier ist in diesem Jahr Frank Böhland, Vater der Bierkönigin. Komplettiert wird der Thron durch die Adjutanten Nadine und André Mayer.

Um 17:00 Uhr hieß es Antreten um der Bezirksverwaltung die  Aufwartung zu machen. Nach den Begrüßungsworten durch Oberst Dr. Maik Hollmann bedankte sich Bezirksamtsleiter Eberhard Grabe bei den zahlreich angetretenen Schützinnen und Schützen mit dem alten und neuen Thron für die Mühen, jedes Jahr das größte Fest im Stadtbezirk, das Schützenfest, durchzuführen und sich stets sehr aktiv an den Veranstaltungen im Stadtbezirk einzubringen. Bereits zum zweiten Mal fand auf dem Reichowplatz der große Zapfenstreich zu Ehren des scheidenden Thrones statt. Durch die umstehenden Häuser und den damit verbunden Hall wird allen Beteiligten und Zuschauern eine großartige Akustik geboten. Anschließend lud Grabe alle zu einem Umtrunk ein. Mit Bussen ging es zurück nach Dalbke. Mit einem kurzen Marsch über die Schlinghofstraße wurde der Schützenplatz erreicht. Der alte und neue Thron nahm auf der Tribüne Platz zur Inthronisierung. Die alten Majestäten und Insignienschützen wurden ihres Schmuckes entledigt, die neuen Majestäten wurden damit ausgestattet.

Bei Anbruch der Dunkelheit bestaunten mehrere hundert Besucher das Brillant-Höhenfeuerwerk mit über 400 Effekten. Nach fünf Tagen Schützenfest waren bestimmt so mancher froh, dass der Alltag wieder einkehrt.